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Zitat des Monats

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.

Chinesische Weisheit

Willkommen!

Liebe Schreibende

In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.

Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.

Dann also viel Spass beim Schreiben!

Eilean

Montag, 8. März 2010

Bastle dir deinen eigenen Traum

Anleitung:
  1. Wähle aus den folgenden Kategorien (Frage) mind. ein Begriff (Antwort) aus
  2. Man mische die verschiedenen Antworten miteinander, kombiniert sie zu einer Geschichte
  3. Wenn man fertig ist mit der neuerfundenen Geschichte, lege man sich schlafen und wartet, bis man anfängt zu träumen….

Bsp:
Sauron (emotional, blauäugig und hungrig) und der Eifelturm (boshaft, giftig, haarig und grün) in einem unglaublich dramatischen Melodrama von Miau und boetzge.
Das ganze Drama spielt hinten rechts, etwa um Mitternacht, während sie Algorithmen lösen.
Nun seid ihr gefragt!


ORT?
• Auf dem Mars
• In der Hölle
• Auf der Toilette
• Im Wilden Westen
• Unter dem Meer
• In der Nähe eines baldigen 'Ausbruchvulkans'
• Im Magen
• Hinten rechts


WAS?
• Abenteuer
• Romanze
• Abenteuerliche Romanze
• Komödie
• Melodrama
• Titanikartige Geschichte
• Science Fiction
• Monolog


WER?
• Peter Pan
• Ich
• Du
• Niemand
• Ein Eifelturm
• Regenwurm
• Mein Held


MIT WEM?
• Tarzan
• Taschenlampe
• Mit seinem alten Ego
• Bruce Lee
• Bruce Willis
• Bruce Almighty
• Sauron


WARUM?
• Eifersucht
• Valentinstag
• Dummheit
• Er/Sie hat Hunger
• Langeweile
• Armut
• Weil es Simon gesagt hat


CHARAKTER?
• Dumm und naiv
• Fantasievoll
• Freundlich
• Boshaft und giftig
• Emotional
• Krankhaft
• Kindlich
• Entzückend

AUSSEHEN?
• Hässlich
• Schön
• Grün
• Blauäugig
• Haarig
• Kerzengerade
• Schleimig
• Blinkend


WIE?
• Selbstmord
• Mit dem Schlafsack
• Kriechend
• Saufend
• Sägend
• Tanzend
• Algorithmen lösend

WANN?
• Spät
• Heute Morgen
• Anno 1602
• Mittelalter
• Gar nicht
• 18.18
• Mitternacht
• In der Zukunft


Tipp: Ändert die Reihenfolge der Fragen und schon habt ihr einen ganz anderen Traum

Viel Spass beim Träumen wünscht Miau und boetzge

Träumen zu zweit

Dieser Traum entstand während den Skiferien 2010 am Valentinstag und ist eine Gemeinschaftsarbeit von Miau und boetzge. Ähnlichkeiten mit realen Personen sind nicht vorhanden und der Sinn dieser Geschichte hat sich leider verirrt!

Träumen zu Zweit

Er stand in der weiten Ebene, sah sich um und da war absolut nichts.
Er wunderte sich noch, wie er hierhin gelang, doch lange Zeit blieb ihm dafür nicht. Also bald traf eine grosse Meute Uhus ein.
Sie umzingelten ihn. Sie zischten und kreischten, flatterten und schnatterten. Die ganze Unruhe machte ihn richtig nervös.
Ein Uhu hatte langes schwarzes Gefieder mit perlroten Augen. Sie leuchteten in dieser finsteren Nacht. Andere hatten leicht bläuliche Federn, welche unter dem Vollmond strahlten.
Derjenige mit den roten Augen schien ihr Anführer zu sein, aber ein weisser Uhu strahlte auch eine gewisse Macht aus, obwohl sie sich im Hintergrund hielt. Der Chef begann zu sprechen:
«Gurgur,gur. Pfeiff. Gurg.»
Als er zu seinem letzte 'Gurg', sprich Vogellaut ansetzte, stimmten all Uhus mit ein.
Eine Symphonie inmitten der Einöde ertönte.

Wollten sie ihm etwas mitteilen? Vielleicht sollte er einen Brief an ein Übersetzungsinstitut versenden, um einen Fachmann anzufragen. Doch leider war da kein Briefkasten.
Kurzerhand entschloss er sich den Brief an ein Uhu zu befestigen und ihm so an das Vogellautdolmetscherunternehmen zu schicken. Doch der Vogel wehrte sich, schlug mit den Flügeln und war schon fast dabei weg zu fliegen.
Doch da riss unser Held der Geduldsfaden. Er sprang auf und rief laut aus:
«Tschip- tschip. Flöt»
Die Uhus starrten ihn mit grossen Augen an.
«Was soll denn das heissen?» fragten sie sich. Unser heroische Hauptdarsteller dieser skurrilen, wie auch abstrakten Geschichte, stockte der Atem. «Ihr versteht mich ja?!»

Aber obwohl das Problem der Verständigung nun gelöst war, blieben für ihn doch noch einige Fragen offen.
Wie kam er hierhin?
Wo war er überhaupt?
Was wollten die Uhus?
Und warum ausgerechnet Uhus?
Und warum in aller Welt sprach er in 'Tschip-tschip'?
Doch wie es immer so ist, sind Antworten rar.«Wo bin ich?» fragte er, auf das Wissen hin, dass er die Antwort vielleicht gar nicht hören wollte und auch sollte.
«Wo bin ich» äfften ihn die Uhus nach.«Wo sind wir?» sprachen sie.

Anscheinend waren Uhus ausgesprochen dumme Tiere und das, obwohl man ihnen sooo viel Weisheit nachsagte, dass sie sogar zum Tier der Göttin Athena erhoben wurden.
Er wendete sich darauf von den Tieren ab, denn sein Magen knurrte. Er, der helden-und tugendhafte Mann in Person, war seiner einzigen Schwachstelle ausgeliefert:
Schokolade, Jelly, Gugelhopf und Cola-Erdbeeren.

Sein knurrender Innenbewohner verlangte nach Nahrung!
Er hatte Glück- oder vielleicht auch nicht. Denn in diesem Moment ging die Sonne auf. Der Himmel verfärbte sich rosa und endlich sah er etwas mehr.
Doch damit war sein Hungerproblem noch nicht von dieser kuriosen Welt geschaffen. Also nahm er eine Leiter und stieg Richtung Himmel empor. Er wollte eine rosa Wolke fischen, doch immer, wenn er nach einer griff, löste sie sich auf.
Er gab es auf. Da er keine Zuckerwattewolke kriegen konnte, gab er sich mit Himmelstau zufrieden.
Der Himmelstau schmeckte nach Zitronensorbet und Kakaobohnen. Und da er aber einen Gugelhopf wollte, spuckte er es wieder aus. Dann nahm er sich ein Bett und schlief ein.
Während unser unnahbarer, vielleicht etwas unwirklicher Held sich also zuerst eine Mütze Schlaf gönnte, kletterte etwas rundes, braunes, schwarzäugiges die grünen, saftigen, aber steilen Wiesen eines Gebirges empor.
Der Held erschrak so sehr, dass es sofort aufwachte. Das runde, braune, schwarzäugige Ding kam immer näher. Als es knapp einen Meter vor ihm stand, erkannte unser idealisierte und irreale Möchtegern-Herkules das Ding:
Es war eine lebendige Billardkugel!

Sie blinzelte ihn aus treuen Hundeaugen an.
Das beruhigte ihn wieder ein wenig, doch er nahm sich vor, nicht nochmal in Himmel einzuschlafen -man weiss nie wo man aufwacht.

THE END/FIN/ENDE

Miau&boetzge