Aus Nacht und Nass, auf Silberfuss,
kamst Du, einer Brise gleich,
ganz feuerrot, ganz mondlichtweich
Du zarte Fremde, die ich kenne,
Du Freund, mir so unbekannt
Glut und Phönix meiner Sinne,
Morgenlicht, in Tau gebannt
Niemand, niemand hat mir erzählt, was niemand, niemand sah
Aus reinem Licht, in heller Pracht,
hebe Deinen Blick empor,
entschlei're Dich, verhüll' die Nacht
Bist Du des Morgens heller Saum?
Bist Du das Schwarz der Nacht?
Ein Flüstern zwischen Wach und Traum,
ein Paradies, von mir erdacht?
Niemand, niemand hat mir erzählt, was niemals je geschah
Ganz aus dem Nichts, ganz ohne Klang
warst Du schon, als ich Dich sah,
das Lied, das durch mein Sein so drang
Du tauchst mich tief in Vergessen
Du helle, gold'ne Ewigkeit
Du Endlos, Du Unermessen
Du bist der Fluss, Du bist die Zeit
Niemand, niemand hat mir erzählt, was niemand, niemand weiß
Niemand, niemand hat mir erzählt, was niemand, niemand weiß