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Zitat des Monats

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.

Chinesische Weisheit

Willkommen!

Liebe Schreibende

In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.

Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.

Dann also viel Spass beim Schreiben!

Eilean

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Die Luft um mich, kühl stechend. 
Eisig durchströmt ein Sammelsurium aus Stickstoff, Sauerstoff, Wasserdampf, Kohlendioxid und anderen Spurengasen und Dreckpartikel meine Lungen.
Vollgesogen atme ich aus, wirble das Gasgemisch wieder in mein Um-mich,
pfeiffend durch meine Nasenhöhlen.
Ein und Aus.
Aus und Ein. 
Atemzug für Atemzug.
Zug für Zug.

Ich kann nicht verweilen. 
Mir fehlt die Ruhe, die Gesinnung des Bleibens, des Beständigen, des Sich-Niederlassen
Wurzeln eines jahrhundertalten Baumes, die sich tief in die Erde schlingen, sich festankern 
und so Stabilität und Sicherheit erlangen,
das liegt mir fern. 
Ich bin nicht der Stamm, sondern die Samen, 
die mit dem Luftzug weiterziehen.
Luftzug für Luftzug.
Zug für Zug.

Deshalb lasse ich mich ziehen.
Jedem Strom, jedem Wind,
gebe ich mich vollends hin.
Lasse mich forttreiben von Ort und Stelle,
bis ich mich in unbekannten Gewässern befind.
Das heisst leben. Weitergehn, nicht verharren.
Lebenszug für Lebenszug.
Atemzug für Atemzug.
Zug für Zug.

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