Fröhlich weinend betrachte ich mein totes Leben, in dem ich mich stagnierend bewege zwischen himmelbetrübt und zutodehochjauchzend. Verloren gefunden habe ich mich in einem trockenen Meer voller ungefühlter Emotionen. Klar verwirrt steure ich ziellos hin auf eine traumhafte Wirklichkeit.. Verzweifelt hoffend auf ein besseres Jetzt meiner Zukunft ohne schlechte Vergangenheit. Übersättigt vom Hungern giere ich nach Vollkommenheit, wobei derer Erfüllung erstrebenswert unerreichbar ist. Verbindlich entscheide ich mich nicht, weil ich genauen Unwissens bin: Ich will beides von Nichts und nichts von Beidem. Kompromisslos wähle ich also der ungangbaren Weg dazwischen, der temporär all die Wogen meines Seins besänftigt. Dabei betäube ich mich bewusst, schläfre mich lebendig ein. Immer wieder, immer wieder, mehr und mehr, in der Hoffnung, nicht mehr tiefer erwachen zu müssen.
„Sucht ist die Suche nach der Erleichterung von den Lasten des Lebens.“ H.J. Elling