Eine Armlänge von mir weg, anderthalb, um nicht dramatisch zu sein, sitzt du, direkt gegenüber. Unvermeidlich, fast zumindest, treffen sich dein Blick und meins. Ich bleibe mit meinem hängen, du streifst elegant vorbei. Doch ein kurzes Lächeln, noch scheuer als dein scheuer Blick, ein Lächeln meine ich zu erkennen. Ich versuche, meinen Mund auch etwas zu verziehen. Als wollte die Welt mich sanft verhöhnen, sitzt du, zufällig, halb im weichen Dämmerlicht, der Schein spielt mit deinen Zügen und du spielst gekonnt zurück. Ich sitze da und schaue, wie es verwitterte Statuen bisweilen tun. Ohne Wort.
Auf deiner Stirn fängt bald eine Locke ungeduldig zu schaukeln an. Ich sitze da und schaue, wie es Tauben, die auf Statuen sitzen, bisweilen tun. Ohne Wort. Du seufzt durch die Nase, die Luft deines Missmuts streichelt sanft meine Hand. Zumindest meine ich, etwas zu spüren. Endlich stehst du auf und gehst. Nimmst alles Locken und Luft und Licht und Lächeln mit. Ohne Wort.
Nur dein Blick, der bleibt doch kurz hängen. Was da dein Blick mir und mein Blick dir nicht alles sagt. Ganz ohne Wort. Wärst du doch früher hängen geblieben, denke ich, du und deine verdammte Eleganz.
Zitat des Monats
Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.
Chinesische Weisheit
Chinesische Weisheit
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Liebe Schreibende
In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.
Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.
Dann also viel Spass beim Schreiben!
Eilean
In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.
Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.
Dann also viel Spass beim Schreiben!
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