„Um
einen wirklichen Freund zu finden, so schreibt Montaigne, braucht es »so viele
Zufälligkeiten, dass es schon viel ist, wenn das Glück solche nur alle
dreihundert Jahre einmal zusammentreffen lässt«. Das mag etwas überzogen
erscheinen, aber dennoch ist mir sehr bewusst, was für ein kostbares
und erlesenes Geschenk eine echte Freundschaft ist. Sie ist wie ein seltenes
Juwel, das man suchen und um das man sich bemühen kann – und dann vielleicht
findet, mit etwas Glück. Aber es gibt keine Garantie darauf, so einen Schatz jemals
wirklich in seinem Leben zu erlangen. Und bisweilen müssen wir etwas dafür riskieren. Wir müssen uns öffnen und mithin verwundbar machen.
Aber dir, mein lieber Eckhart, vertraue ich. Dir vertraue ich, weil ich deine Akzeptanz, dein Wohlwollen, deine Aufrichtigkeit, deine Verlässlichkeit und deine Liebe spüre. Du hast immer versucht für mich da zu sein, wenn du gemerkt hast, dass ich in Not bin. Du hast mich nie verurteilt für all die Dummheiten und Unsinnigkeiten, die ich je gesagt oder getan habe. Stattdessen beschreitest du mit mir einen Weg – einen Weg des Verstehens und Erforschens, mit dem Ziel bewusster und heiler zu werden. Mit dir lerne ich, dass sich Probleme dann zu lösen beginnen, wenn wir anfangen können darüber zu lachen und uns selbst nicht mehr so wichtig nehmen. Dadurch hast du mein Leben tiefer, reicher, lebendiger und schöner gemacht. Ich fühle mich dadurch zunehmend sicherer und geborgenen und bin der Überzeugung, im Klima unserer Freundschaft auf eine Art und Weise wachsen und mich darin erforschen zu können, wie es mir sonst niemals möglich gewesen wäre. Dafür danke ich dir von ganzem Herzen.“
Aber dir, mein lieber Eckhart, vertraue ich. Dir vertraue ich, weil ich deine Akzeptanz, dein Wohlwollen, deine Aufrichtigkeit, deine Verlässlichkeit und deine Liebe spüre. Du hast immer versucht für mich da zu sein, wenn du gemerkt hast, dass ich in Not bin. Du hast mich nie verurteilt für all die Dummheiten und Unsinnigkeiten, die ich je gesagt oder getan habe. Stattdessen beschreitest du mit mir einen Weg – einen Weg des Verstehens und Erforschens, mit dem Ziel bewusster und heiler zu werden. Mit dir lerne ich, dass sich Probleme dann zu lösen beginnen, wenn wir anfangen können darüber zu lachen und uns selbst nicht mehr so wichtig nehmen. Dadurch hast du mein Leben tiefer, reicher, lebendiger und schöner gemacht. Ich fühle mich dadurch zunehmend sicherer und geborgenen und bin der Überzeugung, im Klima unserer Freundschaft auf eine Art und Weise wachsen und mich darin erforschen zu können, wie es mir sonst niemals möglich gewesen wäre. Dafür danke ich dir von ganzem Herzen.“
Im
Brustton zweifelsfreier Überzeugung entgegnete Eckhart, ohne lange nach einer passenden
Antwort suchen zu müssen: „Genauso empfinde ich es auch. Die gleichen Wörter. Die gleichen Sätze. Ich könnte
sie genau so dir zusprechen. Ich habe es noch nie so formuliert, aber
indem du es jetzt tust, spüre ich wie wahr es ist. Und es bedeutet mir viel,
dass du das so deutlich zum Ausdruck bringst. Dafür danke ich dir. Und ob du`s glaubst
oder nicht, gerade heute habe ich unserer lieben Lou etwas ganz Ähnliches gesagt.
Wir waren verabredet – wie fast jeden Mittwoch – und ich ging mit ihr in die
Tierhandlung an der Ecke, wo sie für gewöhnlich das Futter für ihren
Hund und ihren Hasen kauft. Dort wurden wir Zeugen eines außerordentlichen Geschehens,
das vermutlich einiges mit dem zu tun hat, worüber wir gerade sprechen. Auf jeden
Fall hat dieses Erlebnis mich zutiefst berührt und Lou und ich haben noch lange
darüber gesprochen. Wir waren beide wie vom Donner gerührt von dieser
Begebenheit, angerührt von diesem kleinen tapferen Mädchen.“
„Was für
ein kleines Mädchen? Was habt ihr erlebt?“
„Diese
Geschichte erzähle ich dir von Herzen gerne, mein lieber Lukas", und Eckhart
begann seinem Freund zu schildern, was er erstaunliches erlebt hatte: „Als wir in der Tierhandlung waren", so begann er verheißungsvoll, "trat
ein kleines Mädchen ein, das auf ein Schild aufmerksam wurde, das der
Ladenbesitzer vor seiner Eingangstür aufgestellt hatte: »Hundewelpen zu
verkaufen«, stand da drauf. Als das Mädchen hereinkam, ging es ohne zu zögern zum
Ladenbesitzer und sprach ihn geradeheraus auf dieses Schild an: »Guten Tag Herr
Ladenbesitzer“, sagte das kleine tapfere Mädchen mit dem kräftigen dunklen
Zopf, den großen Augen und dem hübschen Gesicht, „was kosten die Hundebabys«?
»Zwischen
50,- und 80,- Euro«. sagte der Mann.
Dann
griff das kleine Mädchen in seine Hosentasche und zog einige Münzen heraus. »Ich
habe nur 7 Euro und 65 Cents«, sagte es, »aber darf ich sie mir bitte trotzdem anschauen«?
Der
Ladenbesitzer lächelte und pfiff nach seiner Hündin. Fünf kleine Hundebabys
stolperten hinter ihr her. Eines von ihnen war deutlich langsamer als die
anderen und humpelte auffällig.
»Was
hat der Kleine da hinten«? fragte das Mädchen.
Der
Ladenbesitzer erklärte ihm, dass der Welpe seit seiner Geburt diesen Schaden
habe und vermutlich nie richtig laufen würde.
»Den
möchte ich kaufen«, sagte das Mädchen.
»Also
den würde ich nicht nehmen, der wird nie richtig Gesund werden«, antwortete der
Mann. »Aber, wenn du ihn unbedingt willst, schenke ich ihn dir«.
Da
wurde das kleine Mädchen wütend. Es blickte dem Mann direkt in die Augen und
sagte: »Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Dieser kleine Hund ist jeden Cent
wert, genauso wie die anderen auch. Ich gebe Ihnen meine 7,65 und werde
jede Woche einen Euro bringen, bis er abgezahlt ist«.
Der
Mann entgegnete nur: »Ich würde ihn wirklich nicht kaufen – er wird niemals in
der Lage sein, mit dir zu rennen und zu toben wie die anderen«.
Da zog das
kleine Mädchen ein Stück weit sein Hosenbein hinauf und sichtbar wurde eine
Metallschiene, die ihr verkrüppeltes Bein stützte. Liebevoll auf den Hund
blickend sagte es: »Ich kann auch nicht gut rennen – und dieser kleine Hund hat
dann jemanden, der mit ihm zusammen langsam läuft. Wir werden einander bestimmt
gut verstehen«.[1]
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