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Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.

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Liebe Schreibende

In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.

Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.

Dann also viel Spass beim Schreiben!

Eilean

Donnerstag, 6. April 2017

Entscheide dich



Ich tippe langsam das Wort bei Amazon’s Suchmaschine ein: «E-N-T-S-C-H-E-I-D-U-N-G». 24'592 Resultate! Scheinbar bin ich nicht die einzige, die manchmal mit Entscheidungen hadert. Jeder Tag besteht aber auch aus so vielen Entscheidungen. Vor allem als Student, habe ich das Gefühl. Soll ich zuerst an die Uni und dann mein Zimmer putzen? Soll ich zuerst einkaufen gehen, oder etwa noch die liegengebliebene Handy-Rechnung bezahlen, oder lieber mal ausschlafen, weil ich mir etwas gönnen sollte, oder doch lieber mal früh aufstehen, um an meiner Masterarbeit zu schreiben, wie ich es mir vorgenommen habe oder vorher noch joggen gehen, weil es mir guttun würde? Eigentlich könnte ich mich ja auch mit einer Freundin zum Brunch treffen, soziale Kontakte zu pflegen ist ja auch wichtig. Nun ja, ich gebe zu, wahrscheinlich stellen sich diese Fragen nicht nur Studenten. Aber mit mehr Freiheit ergeben sich mehr Entscheidungsmöglichkeiten. Eigentlich absurd, Freiheit bedeutet doch, dass man das tun kann, was man möchte. Und wenn man sich zu lange überlegt, was man tun könnte, sich also sozusagen in seiner Freiheit suhlt, bleibt am Ende aber keine Freiheit übrig, sondern man ist wieder mal zu spät aufgestanden, da man abends nicht von Netflix weggekommen ist, stolpert aus dem Haus und hat natürlich vergessen, sich etwas Gesundes als Mittagessen vorzubereiten und kommt dann mit einem etwas schlechten Gewissen ziemlich spät in die Bibliothek. Aufgrund dieser Gegebenheiten und da es wohl oft egal ist, wofür man sich entscheidet und es nur wichtig ist, dass man sich überhaupt entscheidet, da man sich sonst vom Leben treiben lassen lässt und nicht selbstbestimmt seinen Weg gehen kann, beherzige ich seit einiger Zeit bei Entscheidungssituationen folgenden einfach anzuwendenden Grundsatz, über den ich mal gestolpert bin, der mir seither nicht mehr aus dem Kopf geht und mir Entscheidungen in kürzester Zeit möglich macht: Wenn du dich nicht entscheiden kannst, werfe eine Münze. Wie sie landet ist dabei völlig egal. Beim hochwerfen wirst du merken, auf was du hoffst.

2 Kommentare:

  1. Super Tipp! Denn das lässt sich ja immer so leicht sagen: "hör einfach auf deinen Bauch". Was aber, wenn man eben Schwierigkeiten hat, ihn zu hören? Da dünkt mich das eine echt super Übung! Vielen Dank dafür! :D

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  2. Auch als Kommentar an Eilean: "Hör einfach auf deinen Bauch" - ja, eben, wenn der Bauch selbst Probleme hat, sich zu entscheiden?

    Die Freude, sich für (oder gegen) etwas zu entscheiden und die Kraft, an einem Entscheid festzuhalten, sind ein wahres Lebenselixier. Es weckt ungeahnte Kräfte. Auch wenn man sich entschliesst, womit man die nächsten 15 Minuten verbringt - jeder Entschluss weckt irgendeine kleine Freude. Ich lebe mein Leben, und dies aktiver als sonst.

    Als SAC-Tourenleiter und nerdiger Leser von Flugunfallberichten sehe ich immer wieder, was es heisst, richtig zu entscheiden. Wie man richtig entscheidet, ist leider in keinem einzigen Buch nachzulesen. Ist alles Erfahrungssache. Man entscheidet aber besser, je mehr Informationen man hat, je klarer man das Ziel formuliert, und je weniger persönliche Befindlichkeiten im Spiel sind.

    Und, wie ich finde: Ein Entscheid, der sich erst im Nachhinein als richtig erweist, kann gar kein richtiger Entscheid sein. "Du, der neue Mitarbeiter ist aber äusserst fleissig. Es war richtig, ihn einzustellen." Nein - da keine Information einen Entscheid, der in der Vergangenheit getroffen wurde, beeinflussen kann. Informationen können nur in neue Entscheide einfliessen. Dies ist auch die Crux bei Flugunfalluntersuchungen: Man darf die Ereignisse nie von hinten her aufwickeln, weil man so mit Sicherheit feststellt, dass der bestens ausgebildete und sehr erfahrene Pilot in Wahrheit dumm und gemeingefährlich war. :o)

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