Keiner spricht.
Beide schweigen.
Gedankensturm. Und diese zwei
berühmten Seelen in der Brust.
Das Schweigen drückt, keiner will geh’n.
Das Ende naht schmerzhaft bewusst.
Sie setzt doch an, verstummt erneut.
Er nimmt die Hand, sie zieht sie fort.
Der Blick voll Wut – sag, ist es Angst?
Und beiden fehlt auch jetzt das Wort.
Zuviel gesagt.
Keiner spricht.
Beide schweigen.
Es ist ja nicht das erste Mal,
schon oft hat so die Luft gebrannt.
Dies‘ tiefe Schweigen jedoch ist
den beiden völlig unbekannt.
Es zieht, es reisst, es schmerzt und quält,
die Flüche haben beide satt.
Und es macht Angst, wenn man sich jäh
so gar nichts mehr zu sagen hat.
Alles gesagt.
Keiner spricht.
Beide schweigen.
Und nun ist alles plötzlich klar,
kein Wort braucht dies zu zeigen.
So sage stets nur Dinge, die
noch besser sind als schweigen.
Dein Gedicht mag ich, gerade wegen der Form. Beim Lesen spürte ich aber doch ein Gefühl der Beklemmung, weil ich diese Situation schon so oder so schon mal erlebt hatte.
AntwortenLöschenSo treffend.
Vielen Dank! ^-^ Lag mir auch sehr am Herzen... Ehrliche Gefühle lassen sich offensichtlich gut übertragen - auch über Gedichte...
LöschenWow - echt eindrücklich... Dankeschön!
AntwortenLöschenDanke dir! ^^,
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