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Zitat des Monats

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.

Chinesische Weisheit

Willkommen!

Liebe Schreibende

In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.

Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.

Dann also viel Spass beim Schreiben!

Eilean

Freitag, 16. Januar 2015

Allein und noch einsam

Sie bewegt sich durch Raum und Zeit. Fortwährend ist ihr übel. Sie ekelt sich an: Ihre Seele und ihr Körper stehen in einem stetigen Zweikampf und beide wollen sich nicht akzeptieren, wollen sich nicht lieben lernen. Wer hält wen aus? Wer leidet mehr? Wie lange soll diese Ohnmacht noch anhalten?
Sie ist allein und sucht deswegen verzweifelt einen Partner oder zieht sich zurück zu ihrer Mutter, ihrem Vater, ihrer Familie. Sie will nicht einsam sein. Doch die entgegengebrachte Liebe von aussen befriedigt sie nicht ganz. Sie hat Hunger, der nicht durch alles Essen auf der Erde gestillt werden kann. Ihr fehlt etwas, ihr fehlt ihr selbst. Irgendwo und irgendwann ist es ihr abhanden gekommen: Ihr Verstand hat sich von ihrem Herz getrennt, ihr Geist von ihrem Körper. Seither bekriegen sich die beiden so verschiedenen Teile, anstatt sich zu einem Ganzen zu verbinden, das sich zärtlich Selbstliebe nennt.
Aber sie verzage nicht! Sie fürchte keine Auseinandersetzungen und Konflikte, denn Sterne prallen aufeinander und es entstehen neue Welten. Es braucht nur Zeit, kostet viel Geduld, aber am allermeisten erfordert es Vertrauen. Vertrauen in eine neue und auch bessere Welt.
Jetzt heisst es für sie aber durchhalten. Wie lange, weiss sie nicht...Aber sie verliere die Hoffnung nicht, denn es gibt genügend Vorbilder, die zum inneren Frieden gefunden haben, welche die neue Welt entdeckt haben und nur Gutes darüber berichten. Denn vereinen sich Körper und Geist, verbinden sich Herz und Verstand, findet sie die Selbstliebe, die jeder verdient ohne Frage. Dann ist sie vielleicht noch Single, ist vielleicht noch allein, aber auf keinen Fall mehr einsam und der Hunger gestillt.

2 Kommentare:

  1. Ergibt einen ganz anderen Text, wenn man ihn nochmals liest, den Hintergrund ausblendend... Könnte der Anfang eines spannenden Fantasy-Thrillers sein. ;)

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