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Zitat des Monats

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.

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Liebe Schreibende

In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.

Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.

Dann also viel Spass beim Schreiben!

Eilean

Freitag, 3. Juni 2016

Für dich

Das erste Mal mit dir war unvergesslich.
Wenn es um dich geht bin ich unersättlich.
Ich erinnere mich ans erste Mal als ich dich traf,
anfangs skeptisch, doch schnell wurde mir klar,
ich war ein dummer Ignorant mit meinen Vorurteilen,
doch nun wirst du für mich wie ein Ohrwurm bleiben.
Ich werde dich daher sicherlich nie wieder meiden,
für mich bist du glasklar die Nr. 1 aller Speisen.
Auch dank dir habe ich aus meinem Fehler gelernt
und das gefährliche Halbwissen in den Müll geleert.
Seither versuche ich mich ganz anders zu verhalten,
mich mit unbekannten Sachen näher zu befassen
und mich nicht einfach auf hörensagen zu verlassen.
Ich freue mich dich immerwieder zu geniessen
und komplett deinem Geschmack zu erliegen,
denn du bescherst mir kulinarische Orgasmen,
so berauschend wie Beethoven’s Sonaten
für einen Liebhaber der klassischen Musik.
Das hier ist ein Text für dich der dir huldigt.
Du hast mein Leben um ein Stück bereichert,
mein Horizont auf kulinarischer Ebene erweitert
und hoffe, dass du mich weiterhin begleitest,
um mir jeweils eine Prise Freude zu bereiten,
nachdem dich jemand für mich zubereitet,
und ich dich genüsslich in Ruhe verspeise
während ich zufrieden irgendwo verweile.

Vielleicht ist es übertrieben und vermessen,
denn letztlich ist es ja “nur” etwas zum Essen.

Für mich ist so eine Denkweise absolut verständlich
und zur gleichen Zeit eben auch absolut bedenklich.
Denn unser Lebensstandard in der Schweiz ist hoch,
und wir fühlen uns in unserem Luxus mehr als wohl.
So scheint also die Latte für uns hoch zu hängen,
und alles darunter hat aufgehört für uns zu glänzen.
Es wird schlicht als gegeben und normal betrachtet
und deshalb als nicht mehr so wichtig erachtet.
So verlernen wir die Fähigkeit Dinge zu schätzen,
darum wäre es gut sich hin und wieder zu erden,
den Blickwinkel auf Seiendes gelegentlich zu wechseln.
mit dem Ziel nicht immer nach mehr zu lechzen.
Da hilft es vielleicht sich den Weg dahin zu ebnen,
und anzufangen “Kleinigkeiten” im Leben zu putzen,
damit sie wieder glänzen und funkeln.

Das Postskriptum als Kommentar

6 Kommentare:

  1. Für mich bitte ohne Zwiebeln und mit Cocktail Sauce

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  2. Antworten
    1. Hört hört? Wie meinst du das? Beziehst du das auf meine Bestellung? :) Oder auf den Text? PS: Es steht "Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt". Allerdings stimmt das nicht. Ich habe zumindest bewusst nichts entfernt.Würde mich wundernehmen, was das für ein Kommentar war. Freue mich immer auf Feedback bzw. Meinungen von anderen zu hören.

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    2. Mein Kommentar bezieht sich auf den letzten Abschnitt deines Textes - beinhaltet meiner Meinung nach eine wichtige Aussage.

      Und wenn ich den ersten Teil auch noch richtig verstanden habe, ist das eine fast überschwängliche Ode an den deutsch-türkischen Fleisch-Salat-Wrap. ;P

      (Den Kommentar hatte ich gelöscht, da ich doch noch etwas ändern wollte, was man im Nachhinein nicht mehr kann... Also alles gut. ;) )

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  3. Schön:) vor allem mag ich den letzten Satz.

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