Es ist ein regnerischer Sommertag, als sie das Haus
verlässt. Der Asphalt ist noch heiss, ein warmer Duft von Sommerregen dringt
ihr durch die Nase.
Sie wollte sich heute ,,alle Zeit der Welt“ nehmen um sich
ihrer selbst bewusst zu werden. Nur so einfach war das nicht. Sie hatte ständig nur eines im Kopf – Schwimmen,
Frei sein... sich frei fühlen....
Sie stieg auf ihr violettes Fahrrad setzte sich Musik aufs
Ohr und fuhr los. Aller Anfang ist schwer, dachte sie sich während sie zum Ziel
raste. Eins nach dem anderen.
Ihr Körper spielte verrückt. Alles was sie begehrte war im Einklang
mit sich und der Zeit zu sein, mit sich und ihrem Körper. Ihr Herz schlug
schneller als sie wollte, beim Gedanken an das bevorstehende Treffen. Die Musik
dröhnte in den Ohren. An der Kreuzung bog sie vor lauter Überlegen falsch ab
und nervte sich über ihre Unüberlegtheit. Sie machte einen Schlenker mit dem
Fahrrad und fuhr wieder zurück. Alles der Nase nach dachte sie sich... Das Lied
von Clueso:,, Zu schnell vorbei“ lies ihre Lippen bewegen... laut mitsingen
getraute sie sich nicht...
Sie hielt an der Kreuzung bei rot, dachte aber, wenn sie
nicht genug schnell beim Schwimmbad ist, reicht es ihr nicht auch noch pünktlich
zu sein für das Treffen, auf das sie sich so sehr freute... sie vergewisserte
sich kurz und fuhr weiter. Dabei beachtete
sie den grossen, blauen Laster nicht der wie aus dem nichts aus einer Seitenstrasse
kam. Er schleuderte sie zu Boden. Ein dumpfer Knall. Hart schlägt der Kopf auf
den nassen, warmen Asphalt auf. Die Gedanken springen raus. Dann war die Zeit
vorbei.
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