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Zitat des Monats

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.

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Liebe Schreibende

In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.

Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.

Dann also viel Spass beim Schreiben!

Eilean

Dienstag, 5. Mai 2015

Zeit lass nach.


Es ist ein regnerischer Sommertag, als sie das Haus verlässt. Der Asphalt ist noch heiss, ein warmer Duft von Sommerregen dringt ihr durch die Nase.
Sie wollte sich heute ,,alle Zeit der Welt“ nehmen um sich ihrer selbst bewusst zu werden. Nur so einfach war das nicht.  Sie hatte ständig nur eines im Kopf – Schwimmen, Frei sein... sich frei fühlen....

Sie stieg auf ihr violettes Fahrrad setzte sich Musik aufs Ohr und fuhr los. Aller Anfang ist schwer, dachte sie sich während sie zum Ziel raste. Eins nach dem anderen. 
Ihr Körper spielte verrückt. Alles was sie begehrte war im Einklang mit sich und der Zeit zu sein, mit sich und ihrem Körper. Ihr Herz schlug schneller als sie wollte, beim Gedanken an das bevorstehende Treffen. Die Musik dröhnte in den Ohren. An der Kreuzung bog sie vor lauter Überlegen falsch ab und nervte sich über ihre Unüberlegtheit. Sie machte einen Schlenker mit dem Fahrrad und fuhr wieder zurück. Alles der Nase nach dachte sie sich... Das Lied von Clueso:,, Zu schnell vorbei“ lies ihre Lippen bewegen... laut mitsingen getraute sie sich nicht...

Sie hielt an der Kreuzung bei rot, dachte aber, wenn sie nicht genug schnell beim Schwimmbad ist, reicht es ihr nicht auch noch pünktlich zu sein für das Treffen, auf das sie sich so sehr freute... sie vergewisserte sich kurz und fuhr weiter.  Dabei beachtete sie den grossen, blauen Laster nicht der wie aus dem nichts aus einer Seitenstrasse kam. Er schleuderte sie zu Boden. Ein dumpfer Knall. Hart schlägt der Kopf auf den nassen, warmen Asphalt auf. Die Gedanken springen raus. Dann war die Zeit vorbei. 

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