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Zitat des Monats

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.

Chinesische Weisheit

Willkommen!

Liebe Schreibende

In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.

Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.

Dann also viel Spass beim Schreiben!

Eilean

Montag, 8. Dezember 2014

Whisky gut, alles gut! - Törchen 8

Nach dem Telefonat stand Roland auf und machte sich widerstrebend auf den Weg zu Stefans Büro, um ihn über den neuen Erkenntnisstand zu informieren.
Draussen im Gang hörte er das herzliche Lachen von Laura Meili und das Glucksen seines Teamkollegen. Er drehte sich also statt zu Stefans Büro in Richtung Lauras und klopfte an die offene Tür und trat unaufgefordert ein. Stefan sass auf Lauras Schreibtisch und Laura lehnte sich in ihrem Stuhl zurück.
„Hey, Roland.“, lachte Laura immer noch.
„Hallo.“, begrüsste sie Roland freundlich und wendete sich dann an Stefan: „Ich habe gerade mit Dr. Stäger gesprochen.“
„Na, das nenn’ ich jetzt aber Teamarbeit.“, grinste Stefan, „Ich habe gerade mit Laura gesprochen.“
„Und, was gibt’s Neues?“, fragte Roland neugierig.
„Bitte, liebe Kollegin.“, überliess Stefan Laura das Wort.
„Ich konnte leider weder Fingerabdrücke noch DNA-Spuren vom Täter finden. Es gibt zwar Unmengen ebenjener in dieser Sauna, doch keine frischen, welche in das Tatzeitfenster passen. Ich habe besonders die Tür, die Thermosflasche und das Opfer nach übereinstimmenden Abdrücken abgecheckt, aber nichts. Ich gehe davon aus, dass der Täter Handschuhe benutzt hatte. In der Thermosflasche selbst fand ich nur Wasser und ich kann mir ehrlich nicht erklären, was diese Flasche in der Sauna soll. Ich wüsste auch nicht, warum der Täter sie dort hätte liegen lassen sollen, denn er scheint mir sonst so vorsichtig zu sein. Ich konnte nicht einmal Schuhabdrücke am Boden finden. Er scheint auch die Hausschuhe, die an der Tür hängen, benutzt zu haben. keine Chance da was zu finden, was der Identifikation dienen könnte. Und bezüglich der Tatwaffe hatte ich ja gestern schon gesagt, dass der Täter sie wohl mitgenommen hat.“
„Die Thermosflasche kann es definitiv nicht gewesen sein. Das Opfer starb durch einen Stich in die Halsschlagader. Dr. Stäger verglich die Tatwaffe mit einem Reisszahn. Es muss etwas Ähnliches gewesen sein, jedoch weder aus Holz noch aus Metall.“, erklärte Roland.
„Vielleicht war die Thermosflasche schon vorher da.“, meinte Laura schulterzuckend.
„Das kann ich mir nicht vorstellen, das hätte doch entweder Frau Winkler oder Herr Rieder selbst bemerkt und gemeldet.“
„Hmm...es bleibt also ein Rätsel, diese Thermosflasche.“, stellte Stefan fest und erkundigte sich: „Und was hast du sonst noch Neues?“
„Der Täter hatte das Opfer vor der Tat betäubt und dann mit einem bislang unbekannten Werkzeug ermordet. Die Tatzeit muss zwischen 13.00 und 13.30 Uhr gewesen sein und das Opfer hatte höchstwahrscheinlich am Vormittag noch Geschlechtsverkehr, denn im Blut sei Viagra nachgewiesen worden.“, fasste Roland kurz zusammen.
„Dann hoffe ich doch für Frau Rieder, dass sie uns das Viagra erklären kann.“, meinte Stefan und fügte hinzu, „Obwohl mir mein Gefühl da leider was Anderes sagt.“
„Allerdings.“, musste ihm Roland zustimmen, „Vielleicht kann uns ja doch noch Frau Winkler diesbezüglich weiterhelfen.“
„Also kurz zusammengefasst: wir sind noch auf der Suche nach der Tatwaffe – einer Art Reisszahn - , haben eine Thermosflasche und ein sexuell aktives Opfer.“, brachte es Stefan wie gewohnt scharfsinnig auf den Punkt.


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