Pünktlich klingelten
sie bei der Familie Gerber.
Eine junge, hübsche
Frau mit gelockten Haaren öffnete den beiden Kommissaren die Tür und begrüsste
sie freundlich, stellte sich daraufhin als „Hanna Gerber“ vor. Sie geleitete
die zwei Männer durch einen schmalen Gang, der mit Bildern von der
Arktis-Expedition geschmückt war. Am Ende öffnete sie eine Tür in ein geräumiges
Wohnzimmer. Dort sass bereits ein Mann auf dem hellgrauen Sofa. Vor ihm auf dem
Tisch stand ein Glas Whisky auf einem Stapel mit ungeöffneten Briefen. Als Frau
Gerber ihn als ihren Mann, Herr Dr. Martin Gerber vorstellte, schoss dieser
ungeschickt auf, so dass der Tisch zitterte und das Whiskyglas umfiel. Der Inhalt
ergoss sich unglücklicherweise über die Briefe.
„Ach, Martin, pass
doch auf!“, schalt ihn Frau Gerber, „Das ist doch die Rechnung vom Reisebüro
deiner Expedition!“
Martin fasste den
ersten Brief, der mit einem Signet eines Reiseveranstalters gekennzeichnet war
und trocknete ihn etwas grobhändig an seinem Hemd.
„Mist.“,
kommentierte er sein Missgeschick, „Tut mir Leid! Was müssen Sie auch für einen
Eindruck von mir haben!“, meinte er peinlich berührt zu den Kommissaren, „Aber
mein bester Freund ist gestorben, da muss selbst einer wie ich mal zum Schnaps
greifen. Kann ich Ihnen auch etwas anbieten?“
„Nein, danke.“,
Stefan schüttelte den Kopf und fuhr fort, „Dies hier ist mein werter Kollege
Herr Kunz und mein Name ist Fink, ich habe mit Ihnen telefoniert.“, sagte er zu
Frau Gerber, „Schön, dass Sie sich so kurzfristig Zeit nehmen konnten.“
„Das ist doch
selbstverständlich.“, meinte Herr Gerber überschwänglich, „Es geht schliesslich
um meinen besten Freund.“
„Herr Rieder war
also ihr bester Freund?“
„Allerdings, wir
haben viel zusammen unternommen und diesen Sommer konnte ich ihn endlich dazu
überreden können, mal mit auf eine meiner Expeditionen zu nach Alaska zu
kommen. Sie müssen wissen, ich bin Professor an der Fakultät für
Geowissenschaften und im Rahmen meines eigenen Studiums der Glaziologie mache
ich immer wieder Expeditionen in den Norden.“
„Wie war die
Expedition verlaufen und hatte sich seither etwas zwischen Ihnen verändert?“,
erkundigte sich Roland.
Frau Gerber setzte
sich zu ihrem Mann und schwärmte wehmütig: „Die Reise war wunderschön. Sie hat
uns richtig zusammengeschweisst, nicht wahr?“, sie stupfte ihren Gatten an, der
ihr einen kurzen Blick zuwarf und dann nickte.
„Sie waren dabei.
Das hat uns Frau Rieder bereits erzählt. Wobei Frau Rieder selbst nicht
eingeladen gewesen zu sein scheint. Wie kam das?“, fragte Stefan.
„In der Tat war das
nicht einfach für Sabine. Ich kann sie da auch echt verstehen. Aber die Rauheit
Alaskas hätte ihr nicht gut getan, davon waren wir drei alle überzeugt. Ich bin
es mich gewohnt, denn ich gehe regelmässig mit meinem Mann mit auf seine
Expeditionen rauf ins ewige Eis.“, meinte Hanna mitfühlend.
„Kam es zu Streit,
da Frau Rieder nicht mitkommen durfte oder führte es zu Neid?“, setzte Stefan
die Vernehmung fort.
„Natürlich gab es
eine kurze Phase von unangenehmer Stimmung zwischen uns, doch am Ende sah auch
Sabine ein, dass die Expedition nichts für sie gewesen wäre. Danach war alles
wieder gut.“, erklärte Frau Gerber.
„Hatte die
Expedition weitere Auswirkungen auf ihre freundschaftliche Beziehung?“, fragte
Roland.
„Wie gesagt, es hat
uns alle näher zusammengebracht.“, sagte Frau Gerber und an ihren Mann gewandt
meinte sie: „Seither ist Franz ja viel häufiger auch mal hier vorbeigekommen.
Es hat uns allen wirklich gut getan, hab ich Recht Martin?“
„Ja, es war wirklich
erlebnisreich.“, bestätigte dieser, „Wir haben uns ganz anders kennen gelernt.“
„War es auch für Sie
so positiv?“, erkundigte sich Roland, der Herr Gerbers Aussage nicht recht
einordnen konnte.
„Allerdings. Es war
wirklich lehrreich und faszinierend.“
„Gab es in Herrn
Rieder sonst in letzter Zeit irgendeine Veränderung?“, verhörte Roland weiter.
„Er hatte in letzter
Zeit häufig über Probleme bei der Bank gesprochen. Er meinte immer, dass sein
Chef wohl doch nicht ganz sauber war und er suchte noch nach Beweisen für
seinen Verdacht. Doch er wollte nie konkreter werden, solange er keine stichfesten
Beweise hatte.“, gab Herr Gerber zu.
„Wurde er bedroht,
hatte er sich Sorgen um sich gemacht?“
„Das Zerwürfnis mit
seinem Chef hat ihm schon zu schaffen gemacht. Er war immer so begeistert von
Herrn Bühler. Doch schien er in letzter Zeit ziemlich ernüchtert, was diesen
betraf. Ich glaube, er machte sich Sorgen um seinen Job.“, erwiderte Frau
Gerber.
„Wie sah es in
seinem Privatleben aus?“, wechselte Roland das Thema.
„Er war ganz
zufrieden.“, antwortete Herr Gerber schlicht.
„Seine Ehe war in Ordnung?“,
bohrte Stefan weiter.
„Natürlich. Warum
sollte sie nicht?“, entrüstete sich Frau Gerber.
„Seine Frau schien
etwas unzufrieden.“, meinte Stefan vorsichtig.
„Ach, so ist Sabine,
die hatte schon immer mit Eifersucht zu kämpfen. Ich mag sie wirklich, sie ist
eine tolle Freundin, aber was ihren Mann betrifft, da hielt sie ihn echt oft
einfach zu kurz an der Leine. Nur weil er wöchentlich in die Sauna ging, hiess
das doch nicht gleich, dass er eine Liebschaft mit der Sekretärin hatte. Er war
bestimmt treu. Das habe ich Sabine auch immer wieder gesagt.“, nahm Hanna
Gerber Herrn Rieder in Schutz.
Ihr Mann musterte
seine Frau und pflichtete ihr dann bei: „Ja, er war wirklich eine treue Seele.“
Roland und Stefan
warfen sich einen Blick zu.
Dadurch verunsichert,
erkundigte sich Frau Gerber: „Haben Sie denn Hinweise, dass er eine Affäre
hatte?“
„Nein.“, kam Roland
Stefan zuvor, er war der Meinung, dass man den beiden die Sache mit dem Viagra
nicht gleich unter die Nase binden musste, solange Herr Rieders Ehefrau keine
Stellung dazu genommen hatte.
„Eben.“, sagte Frau
Gerber beruhigt, „Das hätte auch nicht zu Franz gepasst.“
„Am Tatort wurde
eine blaue Thermosflasche gefunden, Sie wissen nicht zufällig, ob diese Herr
Rieder gehört haben könnte?“, fragte Roland weiter.
„Nicht dass ich
wüsste. Seine Thermoskanne, die er auf der Expedition dabei hatte, war grün.“,
erklärte Herr Gerber, „Wie unsere auch.“, fügte er hinzu.
„Könnten Sie uns
noch sagen, wo Sie beide gestern waren?“ Roland stellte diese unangenehme Frage
nur ungern.
Herr und Frau Gerber
tauschten verunsicherte Blicke.
„Wir fragen das
routinemässig.“, beruhigte Roland die beiden.
„Ich war am Institut
und forschte in meinem Labor.“, erklärte Herr Gerber.
„Und ich war den
ganzen Morgen unterwegs in der Stadt und kam erst am Nachmittag mit den
Einkäufen zurück. Etwas später hatte mich ja dann Sabine angerufen und über das
schreckliche Geschehnis informiert. Ich kann es einfach immer noch nicht
glauben.“ Frau Gerbers Stimme begann zu zittern.
„Hat Sie jemand in
der Stadt gesehen?“, fragte Roland.
„Bestimmt, es waren
ja wie immer auch ganz viele Leute in der Stadt. Allerdings war ich allein
unterwegs. Aber ich kann Ihnen gerne die Kassenbelege der Einkäufe, die ich
gestern gemacht habe, geben.“
„Das wäre sehr freundlich.“,
nickte Stefan.
Frau Gerber stand
auf und ging durch eine Tür auf der andern Seite des Wohnzimmers.
Stefan lächelte
Herrn Gerber an: „Haben Sie auch irgendeine Bestätigung, dass Sie im Labor
gewesen waren?“
„Allerdings, im
Zeiterfassungssystem der Universität müsste ich drin sein. Ich besorge Ihnen
gerne einen entsprechenden Ausdruck.“
„Das wäre
freundlich, ja.“
Frau Gerber kam
zurück und überreichte den Kommissaren ein kleines Bündel mit Kassentalons.
Roland stand auf und
nahm sie entgegen: „Vielen Dank. Ich gebe Ihnen hier noch unsere Visitenkarte,
da ist auch die e-Mail-Adresse drauf, dann können Sie, Herr Gerber, uns den
Auszug noch nachsenden. Und falls Ihnen noch etwas Wichtiges einfällt, haben
Sie nun unsere Telefonnummer.“
Frau Gerber begleitete
die beiden zur Tür und verabschiedete sich freundlich.
Als die Kommissare
wieder im Auto sassen, meinte Stefan zu Roland: „Genau so hab ich mir eine
Beziehung zu einem Glaziologen vorgestellt, frostig und eisig.“
Er lachte über
seinen Witz, Roland startete den Motor und verdrehte dabei die Augen.
Pünktlich klingelten
sie bei der Familie Gerber.
Eine junge, hübsche
Frau mit gelockten Haaren öffnete den beiden Kommissaren die Tür und begrüsste
sie freundlich, stellte sich daraufhin als „Hanna Gerber“ vor. Sie geleitete
die zwei Männer durch einen schmalen Gang, der mit Bildern von der
Arktis-Expedition geschmückt war. Am Ende öffnete sie eine Tür in ein geräumiges
Wohnzimmer. Dort sass bereits ein Mann auf dem hellgrauen Sofa. Vor ihm auf dem
Tisch stand ein Glas Whisky auf einem Stapel mit ungeöffneten Briefen. Als Frau
Gerber ihn als ihren Mann, Herr Dr. Martin Gerber vorstellte, schoss dieser
ungeschickt auf, so dass der Tisch zitterte und das Whiskyglas umfiel. Der Inhalt
ergoss sich unglücklicherweise über die Briefe.
„Ach, Martin, pass
doch auf!“, schalt ihn Frau Gerber, „Das ist doch die Rechnung vom Reisebüro
deiner Expedition!“
Martin fasste den
ersten Brief, der mit einem Signet eines Reiseveranstalters gekennzeichnet war
und trocknete ihn etwas grobhändig an seinem Hemd.
„Mist.“,
kommentierte er sein Missgeschick, „Tut mir Leid! Was müssen Sie auch für einen
Eindruck von mir haben!“, meinte er peinlich berührt zu den Kommissaren, „Aber
mein bester Freund ist gestorben, da muss selbst einer wie ich mal zum Schnaps
greifen. Kann ich Ihnen auch etwas anbieten?“
„Nein, danke.“,
Stefan schüttelte den Kopf und fuhr fort, „Dies hier ist mein werter Kollege
Herr Kunz und mein Name ist Fink, ich habe mit Ihnen telefoniert.“, sagte er zu
Frau Gerber, „Schön, dass Sie sich so kurzfristig Zeit nehmen konnten.“
„Das ist doch
selbstverständlich.“, meinte Herr Gerber überschwänglich, „Es geht schliesslich
um meinen besten Freund.“
„Herr Rieder war
also ihr bester Freund?“
„Allerdings, wir
haben viel zusammen unternommen und diesen Sommer konnte ich ihn endlich dazu
überreden können, mal mit auf eine meiner Expeditionen zu nach Alaska zu
kommen. Sie müssen wissen, ich bin Professor an der Fakultät für
Geowissenschaften und im Rahmen meines eigenen Studiums der Glaziologie mache
ich immer wieder Expeditionen in den Norden.“
„Wie war die
Expedition verlaufen und hatte sich seither etwas zwischen Ihnen verändert?“,
erkundigte sich Roland.
Frau Gerber setzte
sich zu ihrem Mann und schwärmte wehmütig: „Die Reise war wunderschön. Sie hat
uns richtig zusammengeschweisst, nicht wahr?“, sie stupfte ihren Gatten an, der
ihr einen kurzen Blick zuwarf und dann nickte.
„Sie waren dabei.
Das hat uns Frau Rieder bereits erzählt. Wobei Frau Rieder selbst nicht
eingeladen gewesen zu sein scheint. Wie kam das?“, fragte Stefan.
„In der Tat war das
nicht einfach für Sabine. Ich kann sie da auch echt verstehen. Aber die Rauheit
Alaskas hätte ihr nicht gut getan, davon waren wir drei alle überzeugt. Ich bin
es mich gewohnt, denn ich gehe regelmässig mit meinem Mann mit auf seine
Expeditionen rauf ins ewige Eis.“, meinte Hanna mitfühlend.
„Kam es zu Streit,
da Frau Rieder nicht mitkommen durfte oder führte es zu Neid?“, setzte Stefan
die Vernehmung fort.
„Natürlich gab es
eine kurze Phase von unangenehmer Stimmung zwischen uns, doch am Ende sah auch
Sabine ein, dass die Expedition nichts für sie gewesen wäre. Danach war alles
wieder gut.“, erklärte Frau Gerber.
„Hatte die
Expedition weitere Auswirkungen auf ihre freundschaftliche Beziehung?“, fragte
Roland.
„Wie gesagt, es hat
uns alle näher zusammengebracht.“, sagte Frau Gerber und an ihren Mann gewandt
meinte sie: „Seither ist Franz ja viel häufiger auch mal hier vorbeigekommen.
Es hat uns allen wirklich gut getan, hab ich Recht Martin?“
„Ja, es war wirklich
erlebnisreich.“, bestätigte dieser, „Wir haben uns ganz anders kennen gelernt.“
„War es auch für Sie
so positiv?“, erkundigte sich Roland, der Herr Gerbers Aussage nicht recht
einordnen konnte.
„Allerdings. Es war
wirklich lehrreich und faszinierend.“
„Gab es in Herrn
Rieder sonst in letzter Zeit irgendeine Veränderung?“, verhörte Roland weiter.
„Er hatte in letzter
Zeit häufig über Probleme bei der Bank gesprochen. Er meinte immer, dass sein
Chef wohl doch nicht ganz sauber war und er suchte noch nach Beweisen für
seinen Verdacht. Doch er wollte nie konkreter werden, solange er keine stichfesten
Beweise hatte.“, gab Herr Gerber zu.
„Wurde er bedroht,
hatte er sich Sorgen um sich gemacht?“
„Das Zerwürfnis mit
seinem Chef hat ihm schon zu schaffen gemacht. Er war immer so begeistert von
Herrn Bühler. Doch schien er in letzter Zeit ziemlich ernüchtert, was diesen
betraf. Ich glaube, er machte sich Sorgen um seinen Job.“, erwiderte Frau
Gerber.
„Wie sah es in
seinem Privatleben aus?“, wechselte Roland das Thema.
„Er war ganz
zufrieden.“, antwortete Herr Gerber schlicht.
„Seine Ehe war in Ordnung?“,
bohrte Stefan weiter.
„Natürlich. Warum
sollte sie nicht?“, entrüstete sich Frau Gerber.
„Seine Frau schien
etwas unzufrieden.“, meinte Stefan vorsichtig.
„Ach, so ist Sabine,
die hatte schon immer mit Eifersucht zu kämpfen. Ich mag sie wirklich, sie ist
eine tolle Freundin, aber was ihren Mann betrifft, da hielt sie ihn echt oft
einfach zu kurz an der Leine. Nur weil er wöchentlich in die Sauna ging, hiess
das doch nicht gleich, dass er eine Liebschaft mit der Sekretärin hatte. Er war
bestimmt treu. Das habe ich Sabine auch immer wieder gesagt.“, nahm Hanna
Gerber Herrn Rieder in Schutz.
Ihr Mann musterte
seine Frau und pflichtete ihr dann bei: „Ja, er war wirklich eine treue Seele.“
Roland und Stefan
warfen sich einen Blick zu.
Dadurch verunsichert,
erkundigte sich Frau Gerber: „Haben Sie denn Hinweise, dass er eine Affäre
hatte?“
„Nein.“, kam Roland
Stefan zuvor, er war der Meinung, dass man den beiden die Sache mit dem Viagra
nicht gleich unter die Nase binden musste, solange Herr Rieders Ehefrau keine
Stellung dazu genommen hatte.
„Eben.“, sagte Frau
Gerber beruhigt, „Das hätte auch nicht zu Franz gepasst.“
„Am Tatort wurde
eine blaue Thermosflasche gefunden, Sie wissen nicht zufällig, ob diese Herr
Rieder gehört haben könnte?“, fragte Roland weiter.
„Nicht dass ich
wüsste. Seine Thermoskanne, die er auf der Expedition dabei hatte, war grün.“,
erklärte Herr Gerber, „Wie unsere auch.“, fügte er hinzu.
„Könnten Sie uns
noch sagen, wo Sie beide gestern waren?“ Roland stellte diese unangenehme Frage
nur ungern.
Herr und Frau Gerber
tauschten verunsicherte Blicke.
„Wir fragen das
routinemässig.“, beruhigte Roland die beiden.
„Ich war am Institut
und forschte in meinem Labor.“, erklärte Herr Gerber.
„Und ich war den
ganzen Morgen unterwegs in der Stadt und kam erst am Nachmittag mit den
Einkäufen zurück. Etwas später hatte mich ja dann Sabine angerufen und über das
schreckliche Geschehnis informiert. Ich kann es einfach immer noch nicht
glauben.“ Frau Gerbers Stimme begann zu zittern.
„Hat Sie jemand in
der Stadt gesehen?“, fragte Roland.
„Bestimmt, es waren
ja wie immer auch ganz viele Leute in der Stadt. Allerdings war ich allein
unterwegs. Aber ich kann Ihnen gerne die Kassenbelege der Einkäufe, die ich
gestern gemacht habe, geben.“
„Das wäre sehr freundlich.“,
nickte Stefan.
Frau Gerber stand
auf und ging durch eine Tür auf der andern Seite des Wohnzimmers.
Stefan lächelte
Herrn Gerber an: „Haben Sie auch irgendeine Bestätigung, dass Sie im Labor
gewesen waren?“
„Allerdings, im
Zeiterfassungssystem der Universität müsste ich drin sein. Ich besorge Ihnen
gerne einen entsprechenden Ausdruck.“
„Das wäre
freundlich, ja.“
Frau Gerber kam
zurück und überreichte den Kommissaren ein kleines Bündel mit Kassentalons.
Roland stand auf und
nahm sie entgegen: „Vielen Dank. Ich gebe Ihnen hier noch unsere Visitenkarte,
da ist auch die e-Mail-Adresse drauf, dann können Sie, Herr Gerber, uns den
Auszug noch nachsenden. Und falls Ihnen noch etwas Wichtiges einfällt, haben
Sie nun unsere Telefonnummer.“
Frau Gerber begleitete
die beiden zur Tür und verabschiedete sich freundlich.
Als die Kommissare
wieder im Auto sassen, meinte Stefan zu Roland: „Genau so hab ich mir eine
Beziehung zu einem Glaziologen vorgestellt, frostig und eisig.“
Er lachte über
seinen Witz, Roland startete den Motor und verdrehte dabei die Augen.
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