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Zitat des Monats

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.

Chinesische Weisheit

Willkommen!

Liebe Schreibende

In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.

Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.

Dann also viel Spass beim Schreiben!

Eilean

Donnerstag, 25. Dezember 2014

Whisky gut, alles gut! - Törchen 24

Rolands Drucker spuckte gerade die letzte Seite seines Berichts aus, als Stefan ohne anklopfen in sein Büro trat. In der Hand hielt er eine Flasche Champagner und eine Flasche Single Malt Whisky. Er strahlte Roland an: „So, Feierabend, lieber Kollege, jetzt wird gefeiert!“
„Geht’s noch?“, schnauzte ihn Roland an.
Stefan lachte nur und reagierte nicht auf seinen Kommentar sondern drehte sich um und rief in den Gang: „Laura, bring doch noch Gläser mit, damit wir auch richtig anstossen können!“
Roland war in seinem eigenen Büro gefangen und konnte nicht fliehen. Als Laura kam, drückte sie ihm mit einem anerkennenden Lächeln ein Glas in die Hand: „Toll, gemacht. Auf das Eis wäre ich nie gekommen!“
Solche Schmeicheleien war sich Roland nicht gewohnt und stimmten ihn milde. Er nahm sich vor, nur kurz anzustossen und dann würde er sich so bald wie möglich verabschieden.
Als die ersten Gläser klirrten, steckte Herr Theo Moser neugierig den Kopf ins Büro und freute sich offensichtlich über den Anblick: „Na hier hat sich wohl wirklich ein gutes Team gebildet!“, und zu Roland gewandt meinte er: „Und Sie hatten am Anfang noch Zweifel daran! Manchmal muss man halt einfach etwas Neues wagen und den Alltagstrott hinter sich lassen. Oftmals lohnt es sich!“
Roland rümpfte die Nase ob solcher Pseudoweisheiten. Wenn Theo wüsste, dass er quasi von seinem „Kollegen“ gefangen gehalten wurde, dann würde er wohl nicht solche Albernheiten kundtun.
„Möchten Sie auch etwas Champagner?“, erkundigte sich Stefan höflich.
Theo trat gerne ein und stiess mit ihnen allen an.
Spätestens als die Whiskyflasche zu Rolands Ehren geöffnet wurde, distanzierte sich dieser von seinem Plan, frühzeitig die heitere Gesellschaft zu verlassen.
„Ohne Eis!“, rief Stefan und stupfte Roland beim Eingiessen kumpelhaft in die Seite, „Denn das wurde hiermit gebrochen...äh...es schmolz quasi dahin!“, er zwinkerte. Dann prostete er dem wortlosen Roland zu: „Auf dich!“
Dieser konnte nicht anders, seine Laune wurde immer besser und er begann die Geselligkeit zu geniessen. Kopfschüttelnd und etwas erstaunt über sich selbst erhob er sein Glas und meinte: „Auf unser Team!“







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