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Zitat des Monats

Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die Einen Schutzmauern, die Anderen bauen Windmühlen.

Chinesische Weisheit

Willkommen!

Liebe Schreibende

In unserer hektischen Welt, dominiert von High-Speed-Rechnern, Zeitmangel, Medien, Facebook und Leistungsdruck, versuchen wir uns hier eine kleine Insel der Besinnung zu erhalten. Sich einmal im Monat in Ruhe niederzusetzen, sich mit einem Thema eingehend zu beschäftigen und dann die passenden Worte zu finden, um seine Gedanken mit anderen zu teilen, erscheint mir dabei ein geeigneter Weg, aus dieser Alltagshektik auszubrechen.

Sollten wir innerhalb eines Jahres genügend Beiträge beisammen haben, werde ich diese zusammentragen und in Buchform drucken lassen. So hat man dann Ende Jahr ein schönes Büchlein zur Hand - zur Erinnerung, oder als Geschenk zu Weihnachten, oder auch, um die Heimbibliothek mit einem eigenen Werk etwas auszubauen.

Dann also viel Spass beim Schreiben!

Eilean

Montag, 1. Dezember 2014

Whisky gut, alles gut. Törchen 1

„Ein armer Verwirrter.“, spottete Stefan beim Anblick der Thermosflasche.
‚Ja, ein wahrer Gewinn, diese Leuchte’, dachte Roland genervt.
Vor zwei Wochen stiess Stefan gezwungenermassen zu seinem bisher wunderbar funktionierendem Einmannteam und strapazierte seither Rolands sonst schon gespannte Nerven noch mehr. Theo war der Meinung gewesen, dass ein Team, bestehend aus einem kompetenten Kriminalbeamten weniger effizient wäre, als ein Team aus einem kompetenten Kriminalbeamten und einem...wie sollte Roland einen wie Stefan wohl am besten beschreiben – Blender? Selbstverliebter Socializer? Angeber?
Wieder merkte Roland, wie ihn Stefan innerlich zur Weissglut trieb und griff auf die Taktik zurück, die er sich in den letzten zwei Wochen hatte aneignen müssen: Stefan zu ignorieren.
„Wie ist er gestorben?“, fragte Roland stattdessen Dr. Arnold Stäger, einen Rechtsmediziner, mit dem es sich äusserst gut zusammenarbeiten liess.
„Ohne gründliche Obduktion möchte ich mich ungerne festlegen, Sie kennen mich, Herr Kunz. Aber ich glaube, ich liege nicht allzu falsch, wenn ich Ihnen sage, dass der massive Blutverlust wohl die Todesursache gewesen sein muss.“
„Kein Wunder, wenn man diese Blutlache betrachtet. Das müssen mindestens 3 Liter Blut gewesen sein!“ Stefan hatte die unmögliche Art, sich in jegliche Gespräche, denen er eigentlich nur durch seine passive Präsenz beiwohnen sollte, aktiv integrieren zu wollen. Zu Rolands Ärger lag Stefan mit seinen Vermutungen und Behauptungen häufig richtig. Auch dieses Mal nickte Dr. Stäger beipflichtend: „Ja, das könnte etwa hinkommen. Leider verlor der Verstorbene dieses Blut innert weniger Minuten. Ursächlich hierfür scheint der Defekt hier in der Halsschlagader gewesen zu sein. Eventuell wurde die Luftröhre mitverletzt. Es muss sich um ein spitzes Werkzeug gehandelt haben und dazu noch ein sehr grober Tatvorgang: die grosse Wunde am Hals spricht eher gegen einen sauberen Schnitt mit einem scharfen Messer. Aber wie gesagt, genauere Aussagen möchte ich gerne erst nach einer eingehenden Leichenschau im Rechtsmedizinischen Institut machen.“
„Können Sie den Tat- oder Todeszeitpunkt näher eingrenzen?“, fragte Roland zuversichtlich.
Dr. Stäger nahm sich, wie gewohnt nochmals ein paar Minuten Zeit ob sich seiner Vermutung abzusichern, indem er alle Hinweise, die ihm der Fundort und die Leiche lieferten, musterte.
Schliesslich erwiderte er: „Ich schätze die Tatzeit auf zirka 1-2 Stunden vor Leichenfund und der Todeszeitpunkt wenige Minuten nach der Tat. Wobei natürlich der Umstand, dass die Sauna nach der Tat weiterlief, erschwerend hinzukommt, was meine Schätzung betrifft.“
Roland nickte und schaute auf die Uhr. Wie immer musste Stefan seine Erkenntnis öffentlich kundtun – ,Vermutlich in der Hoffnung, Lob zu bekommen’, dachte Roland hämisch -: „Also wurde er ungefähr zwischen 13.00 und 14.00 Uhr umgebracht mit einem bislang unbekannten Tatwerkzeug.“
Er drehte sich um zu Frau Laura Meili, eine junge Kriminalistin, die mit der Spurensicherung beschäftigt war: „Laura, hast du was Interessantes bezüglich des Tatwerkzeugs? Die Thermoskanne wird’s ja wohl nicht gewesen sein.“, scherzte er.
Laura lächelte: „Nein, bis jetzt habe ich keine Hinweise auf die Mordwaffe. Es gibt aber einige Hinweise für eine Zweitperson. Es handelt sich bei der Leiche übrigens um einen gewissen Herrn Franz Rieder.“
„Draussen wäre jetzt Frau Winkler zu vernehmen, die Sekretärin vom Empfang.“, meldete Gerhard Roth, ein Polizist vom Posten.

„Na, dann schlag ich doch vor, wir hören uns mal an, was die gute Frau zu sagen hat.“, zwinkerte Stefan Roland zu und klopfte ihm kumpelhaft auf die Schulter: „Auf, auf!"

2 Kommentare:

  1. :D Cool! Macht echt Lust auf meeeeeeehr! :D

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  2. je...aber es isch imfall ULTRA AMATEURHAFT=D, het glich Spass gmacht...

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